fair - bio - selbstbestimmt
Dieses, im Sommer 2009 erschienene, Handbuch bietet praxisnahe Unterstützung und Anleitung bei der Gründung einer Food-Coop. Beiträge zur Motivation, Enststehung und Geschichte der Lebensmittelkooperativen oder über verschiedene Modelle und Mitbestimmung, geben einen tieferen Einblick in diese Form sozialer, solidarischer Ökonomie. Ihr könnt aber auch einfach bei uns einsteigen, das Wurzelwerk nimmt neue Mitglieder auf!
>> Infos zum Wurzelwerk
Herausgeber: Sense.Lab, e.V., Umfang: 136 Seiten, Kosten: 8,90.
Weitere Infos und Probe lesen >> www.food-coop-einstieg.de
"Cradle to Cradle" - die Natur kennt keinen Müll
Die Natur produziert im Überfluss und für den sofortigen Genuss. Was nicht mehr benötigt wird, wirft sie einfach ab. Blüten, Blätter, Früchte werden jedoch auf unterschiedlichste Art und Weise sogleich weiterverwertet. In so genanntes Totholz ziehen ganze Scharen von Pilzen und Insekten ein, ernähren damit sich und andere. Auch auf uns freuen sich eigentlich die Würmer - bloß - inzwischen sind wir nicht mehr sehr bekömmlich.
Es ist die Vision von Prof. Dr. Michael Braungart, unsere Produktionsweisen konsequent auf schadstofffreie zyklische Nährstoffkreisläufe umzustellen. Der Umweltchemiker nennt sein Konzept cradle to cradle (von der Wiege zur Wiege). Teppiche, Möbel, Kleidung, Farben, Elektro-Geräte, sogar Kühlschränke, sind nach diesem Herstellungsprinzip entstanden. Sie werden so produziert, dass sie entweder umweltfreundlich verrotten oder komplett wiederverwertet werden. Das ist mehr als Recycling, das ist eine industrielle Revolution. Video-Clips und Material >> www.filmefuerdieerde.ch
Am Montag, den 17. Mai zeigt die Transition-Town Initiative den Film "die story". Sie zeigt, was cradle to cradle will, sie folgt den Spuren von Michael Braungart, der weltweit bei vielen Projekten engagiert ist, und beschreibt die Schwierigkeiten auf die Cradle to Cradle bei deutschen Politikern trifft. Der Eintritt ist frei!
Weitere Montagsveranstaltungen in K19 >> www.soned.de
Filmvorführung: Montag, 17. Mai, 20:30 Uhr mit Volxküche
Ort: Nachbarschaftstreff K19, Kreutzigerstr.19, 10247 Friedrichshain
„BASF-Kartoffel" ab April in Mecklenburg-Vorpommern
Die EU-Kommission hat der Gentechnik-Lobby nachgegeben und erstmals den Anbau gentechnisch manipulierter Lebensmittel zugelassen! Die gentechnisch veränderte Kartoffelsorte "Amflora" darf vom Chemiekonzern BASF angebaut werden: die „BASF-Kartoffel" - guten Appetit? Vorerst ist die industrielle Nutzung der Kartoffelstärke geplant, Kleber, Betonzusatz....
Ab April wird Amflora in Mecklenburg-Vorpommern auf 20 Hektar angebaut, zudem in Schweden auf 80 Hektar und in Tschechien auf 150 Hektar. Summ, summ, summ, Bienchen flieg dort bitte nicht herum!
Avaaz sammelt europaweit 1 Million Unterschriften um die Einführung genmanipulierter Nahrungsmittel zu stoppen. Neuerdings ist es gesetzlich möglich, dass offizielle Eingaben direkt an die Europäische Kommission gerichtet werden können, wenn sich eine Million EU-Bürger beteiligen. Dann mal los, hier gehts zur Petition >> www.avaaz.org
Fair & Regional: Demeter-Spezialitäten vom Landgut Pretschen
Das Landgut Pretschen liegt etwa 80 km südlich von Berlin im verträumten Unterspreewald. Auf dem ehemaligen Rittergut und zu DDR-Zeiten volkseigenem Gut (VEG) betreiben Sascha Philipp und seine Familie seit 1999 ökologische Landwirtschaft nach den Richtlinien des Demeter-Anbauverbandes. Der Familienbetrieb, der als reiner Milchviehhof begann, wurde in den letzten 10 Jahren systematisch ausgebaut. Neben der deutschlandweit größten Bio-Chicorée-Treiberei, widmet sich der Betrieb der schonenden, artgerechten Kälbermast und wird sich ab 2011 verstärkt im Gemüsebau (Schwerpunkt: Tomaten) engagieren.
Pretschen ist nicht nur für Freunde des Öko-Landbaus eine Reise wert. Neben Touren über den „Gurkenradweg", Kahnfahrten auf der Pretschener Spree, Kremserfahrten und Spaziergängen durch das Dorf, bei denen man anhand unterhaltsamer Hinweisschilder dessen 1000-jährige Geschichte ergründen kann, lässt es sich dort trefflich übernachten und speisen.
Der gutseigene Hofladen hat Dienstag von 14-18 Uhr, Freitag von 10-12 und 14-18 Uhr sowie am Samstag von 9-12 Uhr geöffnet. Weitere Infos: www.landgut-pretschen.de
Anfragen (z.B. zu Hofführungen) gerne an Jana Werner: j.werner[at]landgut-pretschen.de
Das Wurzelwerk hat einige Kalbswurstwaren aus Pretschen im Sortiment, alle anderen sowie frisches Kalbfleisch können bestellt werden. Das >> Pur-Sortiment (Kalbsbeißer, Knacker, Bratwurst, Salami) ist aus 100% Kalbfleisch, ohne Fettzusatz und garantiert schweinefleischfrei.
Das Kochbuch gegen die globale Erwärmung
Unsere Ernährung verursacht genauso viele Treibhausgase wie unsere Mobilität. Das neue Klimakochbuch der BUNDjugend mit über 40 Rezepten und spannenden Hintergrundinformationen zeigt, dass Genuss, Klimaschutz und gesunde Ernährung kein Widerspruch sind. Weniger Fleisch und mehr Bioprodukte, saisonale und regionale Vielfalt anstelle globalisierter Einfalt sind das Motto. Es spricht Zusammenhänge an, zeigt an welchen Stellen unserer Ernährung Treibhausgase entstehen und gibt Tipps, wie diese vermindert werden können. Wie Wurzelwerker wissen: Klimaschutz fängt beim Einkauf an.
Das Klimakochbuch - Klimafreundlich einkaufen, kochen und genießen
Herausgeber: BUNDjugend u.a., Kosmos Verlag 2009, 12,95 Euro. Quelle: >> BUNDladen